Jahreslosung 2020 Hochformat

Jens-Uwe Friedrich

Templin, Deutschland

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Jahreslosung 2020
„Gepflanzt an Wasserbächen“
Pastell • 50cm x 36,5cm
Jens-Uwe Friedrich – November 2019

Unser Glaube ist oft klein – wie so ein kleiner Setzling. Es ist genug!

Markus 9,23-24 (Gute Nachricht Bibel)
„Jesus sagt: »Wer Gott vertraut, dem ist alles möglich.«
Da rief der Vater: »Ich vertraue ihm ja – und kann es doch nicht!
Hilf mir vertrauen!«“

Das sind ehrliche Worte aus dem Mund eines verzweifelten Vaters. In ihm sind Hoffnung und Skepsis zu gleich. Er bemerkt diese Widersprüche in seinen Gedanken und Gefühlen. Er sieht, wie klein sein Glaube ist. Und so bittet er auch für sich um Hilfe, für sein Vertrauen auf Hilfe für seinen Sohn.

Glauben und Vertrauen sind im Hebräischen wie Synonyme. Glauben bedeutet nicht nur etwas für wahr zu halten, sondern es geht um eine Beziehung. Glaube ist mein Vertrauen zu jemandem, der sich mir zuwendet.

Jesus verwendet gerne in seinen Bildern und Vergleichen Pflanzen und Bäume, um das Wachsen von Glauben und Vertrauen zu erklären.
(Z.B. das Gleichnis vom Sämann, die Lilien auf dem Feld, die Reben am Weinstock, der Senfkornbaum …)

Mir kam ein Bild von einem Setzling, einem sehr jungen, kleinen Bäumchen, in den Sinn. Ich halte ihn in meinen Händen als Symbol dafür, Gott mein Vertrauen entgegenzubringen.

Dann fragte ich mich: Wo ist der beste Platz für meinen kleinen Setzling? Wo ist er am Besten eingepflanzt?
Damit meine kleine Linde auch ein starker Baum wird, braucht sie genügend Wasser. Was gibt es da Besseres für sie, als gepflanzt zu sein an Wasserbächen, wo frisches Wasser fließt und in der Nähe von großen Bäumen zu sein, die ihr Schatten spenden.

Dieser kleine Setzling bin auch ich. Jesus hält mich in seinen Händen. Er hat mich von meinem Wüstendasein befreit und für mich einen Platz ausgesucht, wo genug Wasser für mich da ist. Hier kann ich Wurzeln schlagen. Er hilft mir gern und freut sich, wie ich im Glauben wachse.

Ich mag dieses Bild aus Psalm 1 und finde dieser Psalm hat auch viel mit Glauben und Unglauben zu tun. Der Rabbiner Samson Raphael Hirsch gibt in seinem umfangreichen Kommentar zu den Psalmen sehr aufschlussreiche Erklärungen*).
So ist es nicht sinnvoll, sich zu orientieren an Gesetzlosen, die sich bewusst gegen das Recht stellen und sich nur von ihrer Willkür leiten lassen.
Gewissenlosen Menschen zu folgen, denen Sitten und Moral egal sind, bringt nichts Gutes. Und Leute zu bewundern, die gerne spotten, denen nichts heilig ist und die Gutes zu Schlechtem verdrehen, wird mich nicht voranbringen.

Unser berufliches/schulisches Umfeld können wir uns selten aussuchen.
Nach Rabbiner Hirsch geht es in diesem Psalm hauptsächlich um das, was wir in unserer Freizeit – in unseren „Mussestunden“ tun.
Die Quelle für mein Vertrauen in Gott ist das Lesen in seinem Wort – der Bibel – und darüber nachzudenken. Ich darf Fragen und Zweifel haben. Es tut mir gut zu überlegen, wofür ich dankbar bin. Eine weitere gute Quelle ist: gemeinsam mit anderen Glauben zu leben, Vertrauen zu wagen, einander zu stärken (Lukas 22,32).
Wie heißt es so schön in einem Lied**) : „Keiner kann allein Segen sich bewahren.“ Wir brauchen einander – z.B. um uns „Schatten zu spenden“, wenn „die Sonne brennt“ ? …

Hebräer 12,2a (Gute Nachricht Bibel)
„Wir wollen den Blick auf Jesus richten, der uns auf dem Weg vertrauenden Glaubens vorangegangen ist und uns auch ans Ziel bringt.“

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